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Dr. med. dent. Karl Heinrich Hofmann, Zahnarzt, Ganzheitliche Zahnmedizin
   
Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Karl Heinrich Hofmann - Publikationen - Ganzheitliche Zahnmedizin
Biokompatibler Zahnersatz

Dass Zahnersatz ästhetisch, sprich „schön“ sein soll, ist eine alte Forderung an uns Zahnmediziner und die Zahntechniker. Daran wurde schon lange, auch und gerade von Seiten der Dentalindustrie gearbeitet. Man denke nur an die Komposite, die in den vergangenen 20 Jahren in atemberaubender Geschwindigkeit ständig verbessert auf den Markt kamen und damit eine bezahlbare weiße Alternative für den Seitenzahnbereich wurden. Schöne Zähne sind heute eine Selbstverständlichkeit geworden, sie spielen bekanntlich ja auch eine wichtige Rolle im Seelenleben der Menschen.
 
Auch bei den dentalen Keramiken war viel Innovation im Spiel. Der größte Sprung wurde hier sicherlich mit der Einführung der Cerconoxydkeramiktechnik vor ca. 12 Jahren erreicht. Mit dieser Technologie ist Ästhetik und Biokompatibilität gleicher-maßen gewährleistet.
 
Was aber versteht man unter Biokompatibilität? Es handelt sich dabei um die Verträglichkeit eines dentalen Werkstückes. Diese wiederum ist voll und ganz abhängig von der Mund- bzw. Korrosionsbeständigkeit. Je mehr Teilchen eines Stoffes in den Speichel in Lösung gehen und verschluckt werden, umso größer ist damit die substanzielle, eventuell toxische Belastung des Organismus. Außerdem steigt das Risiko der Allergisierung gegen dieses Material. Hat sich eine solche zellgebundene Allergisierung erst entwickelt, können sich im ganzen Organismus entzündliche und schmerzhafte Antigen-Antikörper Reaktionen abspielen.
 
Ein biokompatibler dentaler Werkstoff zeichnet sich in erster Linie also durch eine feste innere Struktur aus, die im Idealfall keine Ionen nach außen frei gibt. Bei den Keramiken ist dies per se schon gegeben, da sie nicht leitfähig sind.
 
Bei den Cerconoxydkeramiksystemen gibt es große Unterschiede in der Qualität und damit auch im Preis. Ganz wichtig für eine optimale Biokompabilität sind der Gewinnungsort des Rohcerconiums und die Reinheit der Verarbeitung. Wir verarbeiten ausschließlich das "Lava"-Cerconium der Firma Espe.
 
Bei allen Metallwerkstücken spielt die Qualität des Metallgitters und -gefüges eine entscheidende Rolle für die Korrosionsbeständigkeit. Die Vorauswahl von qualitativ hochwertigen Legierungen und die Art der Verarbeitung der Metalle, sind die maßgeblichen Kriterien für einen Biozahnersatz. Hierbei spielt für mich mein Partnerlabor Neumann, Bietigheim-Bissingen, eine ganz entscheidende Rolle. Als eines der ersten Dentallabore bundesweit hat es sich nach den strengen Regeln der GZM qualifizieren lassen. Dabei musste der komplette Betrieb geschult, überprüft und umgestaltet werden. Das Ergebnis sind Werkstücke in ausgezeichneter mundbeständiger Qualität.
 
Bei Metallallergikern kann auch auf metallfreien Zahnersatz aus Spritzkunststoffen ausgewichen werden. Hier arbeite ich v.a. mit dem Labor Hilsenbek aus Asperg zusammen. Nachteilig an diesen Werkstücken ist, dass sie nur unter großem Aufwand unterfüttert und so gut wie gar nicht erweitert werden können. Auch die Haltbarkeit und die Bissbeständigkeit können i.d.R. nicht mit einem metallgestützten Zahnersatz mithalten.

HofmannHofmann
Ausgangssituation:
Extraktion von drei Frontzähnen
notwendig wg. parodontalen Gründen
Blick von innen auf Cerconiumoxyd-Brücke
HofmannHofmann
Eingesetzte BrückeLippenbild der eingesetzten Brücke